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IT im Fokus

Der Frauenanteil in IT-Berufen liegt derzeit bei 19%. Unser Ziel ist es, Mädchen und junge Frauen für die vielfältigen Karrierewege in der IT zu begeistern und sie darin zu bestärken, ihren eigenen Weg jenseits klassischer Rollenbilder zu gehen. Gleichzeitig möchten wir Unternehmen dafür gewinnen, weibliche Talente bei der Suche nach neuen Fachkräften gezielter anzusprechen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Modernes Betongebäude

IT im Mittleren Ruhrgebiet

Die Voraussetzungen für eine Karriere in der IT sind im Mittleren Ruhrgebiet optimal:

Zahlreiche Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind hier beheimatet und entwickeln neue Technologien im Bereich IT und insbesondere in der IT-Sicherheit.

Das Zentrum für IT-Sicherheit (ZITS) ist im Technologiequartier Bochum angesiedelt und setzt sich aus kleineren Unternehmen der IT-Branche und Start-Ups zusammen. Das ZITS gehört dem Europäischen Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit eurobits an und kooperiert eng mit dem cube 5 Inkubator der Ruhr-Universität
Angesiedelt im ZITS, berät und unterstützt Digital.Sicher.NRW – das Kompetenzzentrum für Cybersicherheit in der Wirtschaft – kleine und mittlere Unternehmen bei der Implementierung von Maßnahmen im Bereich der digitalen Selbstverteidigung. Als Angebot des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW sind die Angebote für Unternehmen aus NRW kostenlos. 
Das Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit (HGI) ist Teil der Ruhr-Universität-Bochum und genießt europaweites Ansehen für seine Forschungen im Bereich Cybersecurity. Das Institut beschäftigt über 150 Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen. In der Reihe Women in IT Security werden einzelne Wissenschaftlerinnen porträtiert, mit Genderklischees gebrochen und vielfältige Biografien aufgezeigt. 
Am Max-Plank-Institut für Sicherheit und Privatsphäre mit Sitz in Bochum werden die Grundlagen von IT-Sicherheit und Datenschutz erforscht und neue Technologien entwickelt. Das Institut positioniert sich als attraktiver Arbeitgeber für wissenschaftliche Talente entlang der gesamten akademischen Karriere.

Berufswahl ohne Klischees

Eine Maßnahme gegen den geringen Frauenanteil in der IT stellt die Sensibilisierung junger Frauen und Mädchen für die Berufsfelder der IT dar.

Projekte, die Mädchen technische Berufe näherbringen und es ihnen ermöglichen, sich auszuprobieren, tragen dazu bei, das Interesse zu wecken und Klischees abzubauen.

Der Girl's Day ist ein bundesweiter Aktionstag, an dem Mädchen Berufe kennenlernen können, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Viele Betriebe und Organisationen öffnen an diesem Tag ihre Türen, um Mädchen praxisnahe Einblicke zu ermöglichen und neue Perspektiven aufzuzeigen. 
MINT.HERne setzt sich für den MINT-Nachwuchs in Herne ein und ist Teil des Netzwerks zdi.NRW. Neben Ferien- und Freizeitworkshops für Kinder und Jugendliche veranstaltet das Netzwerk mit dem jährlich stattfindenden "Praxistag technische Berufe" ein Messeformat, das Schüler*innen der neunten Jahrgangsstufe praxisnahe Einblicke in gewerblich-technische Berufsfelder bietet.

Rekrutierung: Was Unternehmen tun können

Die Förderung von Frauen in IT-Berufen endet nicht bei der frühen Begeisterung von Mädchen für Technik. Ebenso entscheidend sind die Rahmenbedingungen der Unternehmen: wie sie Fachkräfte gewinnen, fördern und langfristig binden, wie gut sich Beruf und Sorgearbeit vereinbaren lassen und welche Unternehmenskultur gelebt wird. Diese Faktoren prägen die Berufswahl, den Einstieg und den Verbleib von Frauen in der IT maßgeblich.

Welche Maßnahmen gibt es?

Gezielte Ansprache von Frauen z.B. durch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen und das Zeigen von Role-Models (in Werbeflyern, auf der Website, auf Social Media etc.)

Verwendung gendersensibler Formulierungen in Stellenausschreibungen sowie das Hinterfragen eines Gender Bias bei der Rekrutierung 

​Etablierung flexibler Arbeitszeitmodelle und familienfreundlicher Arbeitsbedingungen

Etablierung eines Mentoring-Programms zur Karriereförderung von Mitarbeiterinnen

Frauen in der IT: Zahlen, Daten, Fakten

Das Berufsfeld der Informationstechnologie ist nach wie vor männlich geprägt. Der Anteil weiblicher Beschäftigter liegt bei 19%. Und auch in den IT-Ausbildungs- und Studiengängen sind Frauen stark unterrepräsentiert (Statistik der Bundesagentur für Arbeit, 2026)

 

Doch das war nicht immer so:

 

In den Anfangsjahren der Informationstechnik waren es gerade Frauen, die mathematische Berechnungen aufstellten und Algorithmen entwarfen und somit das Feld maßgeblich prägten. Erst ab den 1960er Jahren, als neue Technologien zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung gewannen, erfuhren jene Tätigkeiten einen Imagewandel und wurden männlich dominiert und konnotiert. Dass wir Technik nach wie vor mit Männlichkeit assoziieren hat somit gesellschaftliche Ursachen und lässt sich nicht auf vermeintliche Wesenszüge oder Fähigkeiten von Frauen oder Männern zurückführen.​​​

Weitere Informationen und Handlungsempfehlungen

#SheTransformsIT: Das interdisziplinäre Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft verfolgt das Ziel, mehr Frauen für die Digitalisierung zu gewinnen. Die Initiative entwickelt Veranstaltungen, Bildungsprojekte für Mädchen und  öffentlichkeitswirksame Kampagnen. 

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